Turn- und Sportverein Aue-Wingeshausen 1912 e.V.

tsv.png
Skiabteilung

 

Herzlich Willkommen auf der Seite der Abteilung Ski

Bei guten Schneeverhältnissen ist der Skilift in Betrieb...

und die Loipen sind dann ebenfalls gespurt.

 

Die Skifahrer sind ein Teil der Abteilung Leichtathletik/Ski und existieren in dieser Form seit dem Dezember 1979. Zu den Angeboten zählen jährliche Skifreizeiten mit ausgebildeten Übungsleitern und Skilehrern, die unter dem Punkt Ansprechpartner zu finden sind. Weitere Informationen erhalten sie in den jeweiligen Bereichen. Auch internationale Hundeschlittenrennen haben bereits stattgefunden.

 

 

Neuer Skilift des TSV

Bericht aus dem SkiMAGAZIN, dem offiziellen Organ des Westdeutschen Skiverbandes, Ausgabe Mai/Juni 2006:

Alpiner Skisport in Aue-Wingeshausen kann fortgesetzt werden
Neuer Skilift komplett in Eigenleistung erstellt

Dass Eigeninitiative und ehrenamtliches Engagement durchaus immer wieder sichtbare Erfolge vorzuweisen haben, konnte man in den vergangenen Monaten in Aue-Wingeshausen (Stadt Bad Berleburg, Kreis Siegen-Wittgenstein) gut verfolgen.

Die in der Abteilung Leichathletik/Ski des TSV 1912 Aue-Wingeshausen, dem zweitgrößten Sportverein im Stadtgebiet, organisierten Skifahrerinnen und Skifahrer hatten sich dabei Mitte letzten Jahres mehrere ehrgeizige Projekte vorgenommen, in deren Zentrum die Errichtung eines neuen fest installierten Skiliftes stand. Der alte mit Diesel betriebene Lift war im wahrsten Sinne des Wortes in die Jahre gekommen und machte mehr Probleme, als dass er jemanden nach oben beförderte. Vom fehlenden Service und Sicherheitsrisiken ganz zu schweigen. In den 25 Jahren, die der Skisport mittlerweile im Verein verankert ist, hatte der transportable Lift dabei viele verschiedene Hänge und Wiesen in Wingeshausen gesehen, bis man sich vor fünf Jahren in Abstimmung mit der Familie Kuffner für das Gelände „Im Christseifen“ mit einer etwa 180 Meter langen Abfahrt entschied.

Im Oktober 2005 stellte der Fachwart Ski des TSV Marc Sonneborn dann den Skifahrerinnen und Skifahrern des Vereins und der Öffentlichkeit die im kleineren Kreis erdachten Konzepte offiziell vor. Wichtigster Hintergrund der Aktivitäten ist am Skisport interessierten Kindern weiterhin die Möglichkeit zu geben wohnortnah ihre ersten Erfahrungen auf den Brettern zu machen. Neben dem schon erwähnten neuen Skilift gehörte dazu auch die Anschaffung einer Pistenraupe, da die beiden Skibobs, einer ebenfalls sehr betagt keine ausreichende Pistenpräpäration ermöglichten. Die Raupe war im Schmallenberger Ortsteil Schanze (Hochsauerlandkreis) als dort ausrangiertes Modell für relativ wenige Euros gekauft worden und wurde dann vornehmlich von Reinhard Stark und Werner Süreth wieder in einen funktionstüchtigen Zustand versetzt. Die Schutzhütte für die Unterbringung des Geräts konnte leider für diesen Winter noch nicht errichtet werden.
Zurück zum Herzstück des Projektes, dem Skilift. Dabei galt es vor allem zwei Probleme zu bewältigen. 18000 Euro würde allein der Lift kosten, für einen Verein wie den TSV nicht aus der Portokasse zu bezahlen. Da auch keine Hoffnung auf Zuschüsse der Stadt bestand war von Anfang an klar, dass eine Realisierung nur über Spenden möglich sein würde. Mit Spendern aus allen Teilen der Bevölkerung bekam man so tatsächlich den Großteil der Summe zusammen. Der Rest wurde durch Veranstaltungseinnahmen und Liftgebühren realisiert. Aber auch die baurechtliche Situation gestaltete sich nicht so ganz einfach wie gedacht. Dachte man anfangs noch, dass der Kreis für die Genehmigung zuständig ist, mussten die ganzen Unterlagen nach dem entsprechenden Hinweis an die Bezirksregierung ins Arnsberg geschickt werden, deren Mitarbeiter sich aber glücklicherweise als sehr kooperativ zeigten.

Nach der angesprochenen Vorstellung ging es dann sehr zügig. Zwei Wochen später konnte man mit einem zur Verfügung gestellten Bagger die ersten Erdarbeiten für die zukünftige Bergstation vornehmen, anschließend waren aber noch umfangreiche Arbeiten per Hand nötig. In der ganzen Zeit wurden darüber hinaus auch die Wege für die Loipen her gerichtet. Einen Monat später konnte man mit einem LKW die Anlage der Firma Multi-Skilift aus Bayern anliefern lassen und begab sich sofort an den Aufbau. Ende November ergaben sich durch die ungewöhnlich starken Schneefälle dann schon etwas unverhofft die ersten Betriebstage des neuen Liftes, praktisch direkt nach der Abnahme durch den TÜV.

Nachdem der Winter 2006 endlich auch die um die 500 m ü.NN befindlichen mittleren Wittgensteiner Lagen erreicht hatte, fand dann am 12. Februar die offizielle Einweihungsfeier mit Après-Ski-Party und musikalischer Unterstützung durch die Kapelle Accordia Fleckenberg statt. Am 04. März konnten bei einer Rekordbeteiligung von 69 Startern außerdem noch die Dorfmeisterschaften in allen Altersklassen mit einem kombinierten Riesenslalom/Super G für Ski und Snowboard durchgeführt werden.

Den zahlreichen Spendern und natürlich nicht zuletzt den Initiatoren sei an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich gedankt, sie haben bewiesen, dass ehrenamtliches Engagement mit einem klaren Ziel vor Augen auch große Projekte bewegen kann. Nachahmung gewünscht.