Turn- und Sportverein Aue-Wingeshausen 1912 e.V.

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Nach Jahren der Stagnation geht es steil bergauf

Lisa Hackler startet bei den NRW Open in der Hauptklasse – als einzige Wittgensteinerin in diesem Jahrzehnt

Erndtebrück. Teilnahmen an NRW-Meisterschafen sind für die LG Wittgenstein inzwischen wieder Normalität – zumindest was die Nachwuchsklassen angeht. Auch bei den Senioren ist die LGW meist dabei. Anders sieht es in den Hauptklassen aus. Lisa Hackler startet am Sonntag bei den NRW Open in Bottrop, zwei Jahre nach ihrer ersten Qualifikation im Jahr 2017 – damals "nur" im Speerwurf. Diesmal ist Hackler auch im Diskuswurf dabei. Davor muss man bei der LG gut zehn Jahre zurückblättern zu den Resultaten von Tanja Mengel (Treude), die im Kugelstoß eine gute Rolle spielte.

Die meisten Talente jedoch haben vor dem Übergang zu den Erwachsenen aufgehört. Neu ist das Phänomen nicht, begrenzt auf die LGW und die Leichtathletik ist es auch nicht. "Am häufigsten ist bei der Schwelle von 16 oder 17 Jahren Schluss", weiß Andreas Bernshausen, langjähriger Trainer der LG Wittgenstein. Er ergänzt: "Da ändern sich die Lebensplanung und der Lebensstil, da spielt die berufliche Ausbildung eine große Rolle. Und wenn es dann nicht mehr gut läuft, ist der Frust groß."

Frust nicht an sich herangelassen

Auch an Lisa Hackler ist dies nicht vorbeigegangen. "Sie hat mit Beginn ihrer Ausbildung auch weniger trainiert und hat stagniert. Sie hat aber die Enttäuschung nicht so an sich herangelassen und ist am Ball geblieben", erinnert sich Andreas Bernshausen. Etliche ihrer Bestleistungen stellte die Rüppershäuserin, die jetzt in Erndtebrück wohnt, 2010 und 2011 auf, also im Alter von 14 bis 16 Jahren. Im Blockwettkampf war sie damals sogar bei den Deutschen Meisterschaften dabei.

Danach, als es mit der Ausbildung bei der Sparkasse Wittgenstein losging, wurden die Werte zwar nicht massiv schlechter. Auch nicht besser. 2012 nicht, 2013 bis 2017 auch nicht – und wenn, dann nur sporadisch. Trotz des regelmäßigen Trainings, trotz der Reduzierung vom Siebenkampf auf die Wurf- und Sprungdisziplinen. "'Grundsätzlich will man sich ja immer verbessern, deshalb kann ich nicht sagen, dass mir das egal war. Aber wenn es nicht so lief, habe ich mich auf das nächste Training und den Wettkampf gefreut", sagt Hackler. Ans Aufhören hat sie aber nicht gedacht.

Seit dem vergangenen Jahr geht die Leistungskurve stetig nach oben. Im Kugelstoß verbesserte sie ihre Bestmarke in diesem Monat von 9,67 auf 10,32 Meter, im Diskuswurf von 29,89 auf 31,89 Meter, im Speerwurf von 36,01 auf 39,68 Meter. "Drei Meter, das ist schon einiges", erzählt Hackler stolz.

Im besten Leichtathletik-Alter

All das hat auch mit einer Umstellung im Kopf zu tun. "Als ich eine Zeit mal gar nicht trainiert habe, habe ich gemerkt, wie mir das fehlt. Da war ich dann unausgeglichen", verrät die 24-Jährige. Mittlerweile gibt es wieder mehr Freizeit und mehr Motivation, etwa für Ausdauerläufe oder Heimtraining mit Liegestütz oder mit einer inzwischen angeschafften Langhantel. "Eigentlich sollten wir das immer machen" lacht Hackler: "Aber mit 15 oder 16 Jahren machst du lieber was mit Freunden. Damals habe ich mit Schummeln fünf Liegestütz geschafft, jetzt sind es 15".

"Lisa hat jetzt ein gutes, klares Umfeld. Dazu ist sie im besten Leichtathletik-Alter und talentiert ist sie immer gewesen", wundert sich Andreas Bernshausen nicht über den Aufschwung seiner früheren Athletin. Vor zwei Jahren hat er den Trainerposten an Bernd Walter und Katja Böhl weitergegeben: "Da bekommt sie noch mal neue Impulse, zumal mit Malin Böhl jetzt eine Athletin der Trainingsgruppe zum Landeskader gehört. So etwas spielt auch eine Rolle."

Weitere Verbesserungen hat sich Lisa Hackler vorgenommen, auch für andere Disziplinen. "Im Weitsprung ist das realistisch. Da habe ich die fünf Meter im Training jetzt ein paar Mal geschafft", verrät sie. Nur den Siebenkampf wird sie nicht mehr angehen. "Der ist total spannend, eigentlich das Schönste in der Leichtathletik", sagt die 24-Jährige. "Über die Hürden traue ich mich nicht mehr so, da kann man sich verletzen und muss den Kopf ausstellen können. Es mag komisch klingen, aber ich glaube, da bin ich zu alt für".

NRW-Open werden durch auswärtige Ausnahmekönner aufgewertet

Dass in Bottrop nicht irgendein Wettkampf stattfindet, zeigt der Blick in die Meldeliste. Beim Speerwurf sind insgesamt 22 Athletinnen am Start. Darunter sind nicht nur die Besten im Westen. Gemeldet sind auch Maria Andrejczyk aus Polen, die vor drei Jahren Olympia-Vierte in Rio de Janeiro wurde und die Kanadierin Elizabeth Gleadle, Siegerin der letzten Panamerikanischen Spiele. Star der Leichtathletik-Gala ist David Storl. Der zweifache Welt- und dreifache Europameister tritt im Kugelstoß an, der in der Bottroper Innenstadt als "Marktplatzstoßen" ausgetragen wird."

Bericht: Florian Runte

Fotos: Peter Kehrle

Schülercup Teil 2: Erndtebrück - 28.06.2019

Die starke Teilnehmerzahl (167) unserer Auftaktveranstaltung konnte nicht geknackt werden. Am Freitag gingen "nur" 135 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Start.

In den roten TSV-Shirts waren diesmal lediglich 15 junge Sportlerinnen und Sportler mit viel Spaß im Dreikampf unterwegs (13 weniger im Vergleich zur ersten Veranstaltung).

Unsere Tagessieger vom ersten Wettkampf in Wingeshausen Paul Treude, Lukas Kasusch und Gideon Schmidt konnten auch diesmal wieder die Angriffsversuche abwehren und alle Konkurrenten hinter sich lassen. Auch Ben Wetter bestätigte mit dem zweiten Platz seine guten Leistungen von vor zwei Wochen. Auf dem dritten Podestplatz nahmen Simon Stöcker (links), Jonas Kasusch (rechts) und Paul Spieler ihre Urkunden entgegen

Fotos Lisa Hackler, Bericht Bernd Walter

TSV eröffnet die Schülercup-Saison 2019 mit rekordverdächtiger Teilnahme !!!

14.06.2019 Wester / Wingeshausen:

Was sich letztes Jahr bereits bewährt hatte wurde auch für 2019 beibehalten: Wir hatten wieder die Ehre, die beliebte Wettkampfreihe auf unserer Anlage in der Wester zu eröffnen. Die Sportfreunde Birkelbach werden sich der Herausforderung Schüler-Cup-Finale mit anschließender Siegerehrung der Gesamtwertung stellen. Heute fiel der Startschuss für die neunte Auflage in Folge.

Wie bereits angekündigt wurde die Serie dieses Jahr als Turnerbund-Veranstaltung angemeldet. Somit ergeben sich auch geänderte Wettkampfbedingungen. Für die jüngsten Altersklassen ist das von Vorteil, da sie weiterhin unbekümmert im Dreikampf starten dürfen. Für den Schülerbereich hingegen hat das auch seine Nachteile. So haben die Sportler beispielsweise nun nicht mehr die Möglichkeit, bei den fünf heimischen Wettbewerben ihre DLV-Normen / Qualifikationen zu erzielen - die erbrachten Leistungen sind beim DLV nicht gültig. Glücklicherweise wurden die externen Zeitnehmer für 2019 nochmals engagiert.

Die Teilnahme war ein voller Erfolg: Insgesamt tummelten sich heute 167 (!) Teilnehmerinnern und Teilnehmer auf der roten BSW-Laufbahn – einfach rekordverdächtig (im Vorjahr waren es noch 141)! Darunter mischten sich 28 TSV-Sportlerinnen und Sportler, die hoffentlich auch bei den weiteren vier Wettkampf-Stationen so stark vertreten sein werden. Einige Sportler aus der LG-Leistungsgruppe verzichteten heute unter Berücksichtigung auf die bevorstehenden Westfälischen Meisterschaften am Sonntag in Paderborn auf ihren Start bei uns.

Mitten im Wettkampfgeschehen gab es eine Schrecksekunde durch einen – wie sich später noch herausstellen sollte – schwerwiegenden Sturz auf der Laufbahn, was die meisten von uns erst mitbekommen haben, als der Krankenwagen auf die Anlage fuhr. Wir wünschen der Sportlerin von hier aus gute Besserung und alles Gute!

Unsere beiden Gesamtsieger von 2018 Paul Treude (Foto) und Lukas Kasusch sowie Gideon Schmidt standen heute ganz oben auf dem Sieger-Podest. Romy Holschuh und Ben Wetter konnten sich in ihrer Altersklasse den zweiten Platz sichern. Nelly Böhl, Paul Spieler und Aaron Latt konnten sich über Platz drei freuen.

Auch diesmal bestätigte der TSV wieder einmal, dass wir ein verlässlicher Ausrichter und toller Gastgeber sind. Von allen Seiten gab es erneut viel Lob für das familiäre Umfeld in der Wester (das wird immer wieder von einigen Gästen angesprochen) und den Einsatz der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer.

Das möchten wir an dieser Stelle stellvertretend weitergeben: Vielen Dank an Euch alle!

 

Weitere Termine

 
  28.06.2019 Erndtebrück, Beginn 17:30 Uhr
  12.07.2019 Arfeld, Beginn 16:30 Uhr
  30.08.2019 Laasphe, Beginn 17:30 Uhr
  06.09.2019 Birkelbach, Beginn 16.30 Uhr
    (Bericht/Fotos Bernd Walter)
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