Turn- und Sportverein Aue-Wingeshausen 1912 e.V.

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Jahreshauptversammlung 2014

Finanzierung der Sportanlage Mitte des Jahres abgeschlossen

„TSV-Familie“ konnte auf ein „ruhiges“ Jahr zurückblicken

Der TSV 1912 Aue-Wingeshausen blickte am vergangenen Freitagabend im Auer Bürgerhaus mit etwa 150 Mitgliedern auf ein „sehr ruhiges Jahr“ Eins nach dem großen Jubiläum zum 100-jährigen Bestehen zurück, wie es nicht nur Geschäftsführerin Christina Beitzel in ihren Jahresbericht formuliert hatte. Dies war vor allem auf die Anzahl an Veranstaltungen bezogen, denn das Tagesgeschäft machte zum Beispiel auch mit Themen, „die wir uns nicht ausgesucht haben“, wie der SEPA-Umstellung, dem städtischen Sportstättenentwicklungskonzept oder baulichen Mängeln im Bereich der Bühne der Turnhalle keine Pause. Den größten Rahmen der Jahreshauptversammlung nahmen auch in diesem Jahr wieder die Jahresberichte der Abteilungen Turnen, Fußball, Leichtathletik/Ski, Tischtennis und der Jugend ein, die vor allem vom sportlichen Abschneiden ihrer Aktiven berichteten, das natürlich immer auch ein gewisses Wechselbad darstellt. So hatte zum Beispiel Ursula Kluczynski nach 41 Jahren die Abteilungsleitung Turnen an Saskia Seim übergeben und die Abteilung Leichtathletik/Ski bewegte sich in einem Jahr zwischen „wenig Schnee“ und „Hitzeschlacht in der Wester“, wobei gleichzeitig erste Plätze sowohl der Nachwuchssportler als auch der Altersklassenathleten vermeldet werden konnten. Während die Seniorenfußballer bekanntlich den Aufstieg in die Bezirksliga geschafft hatten, mussten sich die Tischtennisspieler auf Grund von Personalproblemen von der Bezirksebene verabschieden, wobei sie möglicherweise nächstes Jahr aber schon wieder die Rückkehr vermelden können. Für die neue Kassenwartin Brita von Barnekow-Schmidt war das ruhige Jahr gleichwohl auf Grund ihrer neuen Aufgabe „interessant, spannend und sehr lehrreich“. Dafür bot ihr erster Bericht gleich Anlass für einen eher seltenen Zwischenapplaus, da sie mitteilte, dass die Finanzierung der 2009 gebauten „Wester“-Sportanlage mit der Zahlung der letzten Beteiligungsrate durch die Stadt Bad Berleburg Mitte dieses Jahres abgeschlossen werden könne. Die Vorstandswahlen brachten zunächst die Wiederwahl des zweiten Vorsitzenden Alfred Freitag. In gleicher Position wurde Nicole Fischer, die in den letzten Jahren das „TSV-Schiff in gutem Fahrwasser“ gehalten habe, von Andrea Treude-Kirchner abgelöst. Während die zweite Geschäftsführerin Sandra Behnke und die Seniorenbeauftragte Gisela Dellori in ihren Positionen bestätigt wurden, bedankte sich der Vorsitzende Norbert Heier bei der scheidenden zweiten Kassenwartin Marlies Strack für 20 gemeinsame Vorstandsjahre in diesem wichtigen Bereich. Die Nachfolge trat anschließend Lisa Löcker an. Trotz der zwei neuen Gesichter erinnerte Heier daran, dass der Erfolg des Vereins davon abhänge, wie viel der Einzelne für die Gemeinschaft einbringe. Man sei dabei „Generationen zu wechseln“, wobei er angesichts des hohen Frauenanteils im Vorstand auch jüngere Männer zur Mitarbeit „an solch einer dynamischen Truppe“ ermunterte. Einen Dank für die Bereitstellung der Sportpauschale richtete der TSV-Vorsitzende im Namen der aktuell 1120 Mitglieder auch an die Stadt und die durch die Stadtsportverbandsvorsitzende Ulla Belz vertretenen Vereine der Kommune. Der letzte Hinweis ging schließlich an den Förderverein des TSV Aue-Wingeshausen, der mittlerweile die Marke von 150.000 Euro Unterstützung seit seiner Gründung 1990 überschritten habe.

Neben den Sportlerehrungen galt es natürlich auch in diesem Jahr wieder eine Vielzahl von langjährigen Mitgliedern (insgesamt 43) auszuzeichnen. Oliver Bänfer, Aslak Behnke, Petra Beuter, Sascha Böhl, Sarah Bürger, Heinz-Werner Grebe, Henning Grebe, Nadja Haschke, Florian Homrighausen, Vanessa Homrighausen, Gundula Knebel-Grebe, Matthias Knebel, Sebastian Köck, Timo Köck, Gerald Langenbach, Bastian Miss, Florian Miss, Christoph Schlosser, Carina Seidel, Patrick Seidel, Björn Stremmel, Stefan Thamke, Kai Treude, Marianne Treude, Rita Treude, Marc Zacharias, Nadja Zacharias, und René Zacharias sind seit einem Vierteljahrhundert Mitglied des TSV, während es Claudia Bald, Martin Dellori, Olaf Imhof, Martin Linde, Doris Rüggeberg und Elke Schneider auf 40 Jahre Vereinstreue bringen. Dieter Butka, Otto Grebe, Wilma Wetter und Fritz Wied gehören dem TSV seit einem halben Jahrhundert an, was im Fall von Gerhard Friedrich, Günter Heier, Hildegard Sonneborn noch zehn Jahre länger der Fall ist. Aus gesundheitlichen Gründen konnten Willi Heier und Gertrud Wetter mit ihren mehr als beachtlichen Auszeichnungen für 75 bzw. 80 Jahre leider nicht persönlich begrüßt werden. Bernd Dreisbach, Wolfgang Fischer, Gerhard Reber, Hannelore Rothe, Monika Scholz und Friedhelm Stremmel wurden schließlich zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Vorsitzender Norbert Heier (3. v. li.) und Artur Koch (li.) als Leiter des Ehrenrats hatten auch in diesem Jahr wieder die ehrenvolle Aufgabe langjährige Mitglieder des TSV Aue-Wingeshausen für ihre Vereinstreue auszuzeichnen, wobei gerade die für 25 Jahre geehrten Personen nur zu einem sehr geringen Teil anwesend waren.
 

„No Limits“ und Fußballer als Mannschaften des Jahres

Zahl der Sportabzeichen ging auch beim TSV zurück

Die Auszeichnung zur Sportlerin bzw. zum Sportler oder auch zur Mannschaft des Jahres findet beim TSV 1912 Aue-Wingeshausen in unregelmäßigen Abständen statt und ist somit keine reine „Pflichtveranstaltung“ im Rahmen der Jahreshauptversammlung (siehe gesonderter Bericht). In diesem Jahr hatten zwei Abteilungen entsprechende Anträge an den Vorstand gestellt, der diesen gerne entsprochen habe, zudem es sich ja um ein weibliches und ein männliches Team handle, die „besonders aufgefallen“ seien, wie TSV-Vorsitzender Norbert Heier in seinen einleitenden Worten feststellte. Die erste Laudatio war die Aufgabe von Saskia Seim als Abteilungsleiterin der Turnerinnen und Turner, in deren Zuständigkeitsbereich auch der Bereich Jazztanz fällt. Die „No Limits“ hatten sich im Mai 2006 im Anschluss an eine von Anke Feige geleitete Tanz-AG an der Grundschule Schüllar-Wemlighausen gegründet und ihre sportliche Heimat anschließend beim TSV gefunden. Trainingsfleiß und kontinuierliche Arbeit mit ihrer Übungsleiterin Feige hätten zu diversen erfolgreichen Auftritten geführt, die im vergangenen Jahr mit dem Sieg bei den Westfälischen Meisterschaften des WTB Dance-Cup und dem Titel des Turnfestmeisters beim Deutschen Turnfest in der Klasse von 12 bis 19 Jahren gekrönt worden waren. Getreu des Mottos auf dem sportlichen Höhepunkt aufzuhören, wurde übrigens mittlerweile das Ende der Tanzgruppe in dieser Form beschlossen. Einen letzten Auftritt werden die „No Limits“ so im Rahmen der Tanz-Matinee des Turnbezirks Wittgenstein in Bad Laasphe mit einem Medley ihrer Tänze bestreiten. In diesem Rahmen wird Anke Feige, die seit 1994 als Übungsleiterin für den TSV tätig war, auch ihren Abschied als Fachwartin Jazztanz aus dem Turnbezirk mit einem Flashmob würdig begehen. Die männliche Mannschaft des Jahres wurde anschließend von Laudator Joachim Kuffner als untrügliches Zeichen für die Abteilung Fußball gewürdigt. Nach dem ersten Aufstieg der Vereinsgeschichte in die Bezirksliga im Jahr 2008 und dem direkt folgenden Abstieg habe sich die erste Seniorenmannschaft mit dem neuen Trainer Stefan Trevisi auch von drei Vizemeisterschaften in der Kreisliga A „nicht vom Weg abbringen“ lassen und so in der vergangenen Saison den Titel „Vizehausen“ ablegen können. Kuffner erwähnte besonders das verbesserte Abwehrverhalten und hatte neben der Arbeit von Trevisi auch ein Lob für Torwarttrainer Udo Beuter parat, wobei am Ende natürlich die Gemeinschaft zähle, auch auf dem Weg zum „realistischen Ziel“ Klassenerhalt zum Abschied des scheidenden Trainers. Die Verleihung der Sportabzeichen erfolgte beim TSV Aue-Wingeshausen in diesem Jahr erneut im Rahmen der Jahreshauptversammlung. Wie schon bei anderen Wittgensteiner Vereinen festzustellen, stellte auch die Zahl von 69 erfolgreichen Sportlerinnen und Sportlern eine Abnahme, in diesem Falle auf das Niveau von vor drei Jahren dar. In den beiden Vorjahren war die Marke von 100 Abzeichen durchbrochen worden. Der TSV verzichtete bei der Nennung der Namen übrigens auf die neue Einordnung in die Leistungsstufen Gold, Silber und Bronze und orientierte sich vielmehr an der bis 2012 praktizierten Auflistung nach der Anzahl der Ablegungen des Sportabzeichens. Der Rückgang spiegelte sich bei den Kindern und Jugendlichen wieder, was allerdings weniger in den neuen Anforderungen, sondern in den Rahmenbedingungen der ebenfalls in den Schulen möglichen Sportabzeichen-Abnahme begründet lag.

So waren beim TSV Jannis Butka, Viviane Herrmann, Alison Willert (alle 1 Ablegung), Josephine-Annabell Hömke, Maximilian Hömke, Maret-Zoe Hof, Chiara-Sophie Hoffmann, Aaliyah-Josephine Keller, Fabienne Michallik, Gideon Schmidt, Julia Schmidt, Anna-Emilie Seiffert (alle 2), Jana Menke, Laura Patzer, Lillyan Schenkel, Kilian Seidel, Nils Sonneborn (alle 3), Nico Haberkamm, Emely Reis, Annika Saßmannshausen, Paul Seiffert, David Stöcker, Justin Willert (alle 4), Celina Beitzel (5), Lea Sophie Jansohn, Leonie Reis, Edwina Schmidt, Nico-Sebastian Wahl (alle 6), Jana Daum, Lena Fischer, Ivanka Saßmannshausen, Philipp Schmidt (alle 7) und Ann-Christin Griesing (8) erfolgreich. Die Zahl der Erwachsenen nahm durch Albert Beuter, Nadine Boshof, Rebecca Dellori, Lucas Freischlader, Alfred Freitag, Heike Keller, Stefan Keller, Romina Naudsch (alle 1), Kornelia Hannebaum (2), Simone Strauß, Klaus Strack (beide 3), Anneliese Heier, Anna-Lena Brachmann, Sandra Saßmannshausen (alle 4), Horst Abel, Bärbel Ziegler (beide 5), Juliane Berger (6), Brita von Barnekow-Schmidt, Regina Freitag (beide 7), Katharina Dickel (9), Mario Sonneborn (11), Marlies Strack (12), Silke Franke (13), Sylvia Kroh, Adelheid Schäfer, Beate Stremmel (alle 14), Reiner Ludwig, Anette Belz (beide 17), Ursula Dörnbach, Irmhild Stöcker (beide 18), Heidi Knebel, Agnes Wetter (beide 19), Arndt Butka (20), Petra Beuter (21), Gisela Dellori (26) und Ursula Kluczynski (37) hingegen sogar zu. Die vier Familien-Sportabzeichen der Familien von Barnekow-Schmidt, Dickel, Keller und Saßmannshausen erhielten von der Stadtsportverbandsvorsitzenden Ulla Belz schließlich die Gedenkmünze des Kreissportbunds.

Die Tänzerinnen der „No Limits“ und die Seniorenfußballer mit dem scheidenden Trainer Stefan Trevisi stellten sich als Mannschaften des Jahres des TSV Aue-Wingeshausen gemeinsam mit den Laudatoren Saskia Seim und Joachim Kuffner sowie dem Vorsitzenden Norbert Heier zum gemeinsamen Foto auf. (Bericht Siegener Zeitung 10.03.2014 mst)