Turn- und Sportverein Aue-Wingeshausen 1912 e.V.

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Jahreshauptversammlung 2015

 

Norbert Heier bleibt an der Vereinsspitze
Kritik an Nutzungsgebühren für Kinder und Jugendliche


mst Aue/Wingeshausen. Im Grunde herrschte am Freitagabend bei der Jahreshauptversammlung des aktuell 1115 Mitglieder starken TSV 1912 Aue-Wingeshausen ausschließlich eitel Sonnenschein. Lediglich das „persönliche Unwort“ ‚Sportstättentwicklungskonzept‘, wie es Geschäftsführerin Christina Beitzel in ihrem letzten Bericht in dieser Funktion bezeichnete, sorgte für etwas Schatten. Während Beitzel die Aussicht auf eine von der Stadt Bad Berleburg in Rechnung gestellte „Hallennutzungsgebühr“ beschrieb, fand Vorsitzender Norbert Heier nach seiner Wiederwahl klare Worte: „Wir wehren uns vom Vorstand vehement dagegen, für Kinder und Jugendliche eine Gebühr zu entrichten“. Es sei klar, dass man den „einen oder anderen Euro“ zusätzlich werde aufbringen müssen, doch ein Entgelt zu erheben für junge Menschen, denen der Verein eine sportliche Betreuung biete, das könne nicht „der Weisheit letzter Schluss“ sein. Immerhin dürfte eine Gebühr für Erwachsene den TSV Aue-Wingeshausen trotz der Mehrbelastung finanziell nicht aus der Bahn werfen. Denn auf der nicht nur sprichwörtlichen Habenseite konnte der Verein 2014 den bereits bei der letzten Jahreshauptversammlung angekündigten Wechsel vom Schuldner zum Guthabenbesitzer verbuchen. Kassenwartin Brita von Barnekow-Schmidt konnte also die endgültige Abbezahlung des Sportplatzes vermelden. „Nach der Anschaffung heißt vor der Sanierung“, gab sie jedoch gleich anschließend zu Protokoll und verwies auf eine Sparrate, die gleichwohl alleine nicht für die irgendwann anstehende Sanierung des Kunstrasens reichen wird. Dennoch wolle man die ein Stück weit gewonnenen finanziellen Spielräume nun in die ehrenamtlich aktiven Personen und die Abteilungen investieren, „die zurückstanden“. Neben den sportlichen Ehrungen (siehe gesonderter Bericht) konnte der TSV Aue-Wingeshausen wieder zahlreichen Personen mit zusammen 1250 Jahren Mitgliedschaft für ihre Vereinstreue danken. Sandra Behnke, Torben Belz, Bärbel Beuter, Marco Braun, Christina Daum, Carsten Dickel, Michael Dreisbach, Anja Fischer, Pierre Denis Knebel, Uta Koch, Tina Scheffler, Christian Schenkel, Saskia Seim, Manuela Soyka, Rouven Soyka, Nils Stockhausen, Bastian Treude, Florian Treude, Isabell Treude, Jasmin Wagener, Christian Wetter und Annabel Zeisler bringen es auf ein Vierteljahrhundert. Thomas Becker, Ulrike Dirkmann, Bernd Hentschel, Reiner Honig und Ingrid Nipko können 40 Jahre vorweisen, während Werner Becker, Helmut Dornhöfer, Erwin Fischer, Siegfried Treude, Joachim Wied und Brigitte Wilde das halbe Jahrhundert vollendet haben. Adelheid Schäfer bringt es bereits auf 60 Jahre und Herbert Miß sowie Heinz Schneider durften sich angesichts 70-jähriger Mitgliedschaft über eine von Richard Stremmel angefertigte Einzelstücke freuen, was jedoch auch auf alle vorn Gertrud Haschke geschriebenen Urkunden zutrifft. Die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft erfolgte in diesem Jahr an Helmut Beuter, Willi Dickel, Doris Rüggeberg, Angelika Stark, Reinhard Stark, Herbert Wetter und Hans-Jürgen Willkommen. Die Wahlen brachten zunächst die erwähnte Wiederwahl von Norbert Heier, der somit in seine siebte zweijährige Amtsperiode geht. Der nach zehn Jahren ausscheidenden Geschäftsführerin Christina Beitzel danke Heier, dass sie stets den Durchblick behalten habe. Ihre „Zeit und Ernergie“ werde in den Vorstandssitzungen fehlen, schließlich sei man auch bei notwendigen Kontroversen doch fast immer auf einen gemeinsamen Nenner gekommen. Beitzels Nachfolge trat anschließend Joachim Schmitz an, während Kassenwartin Brita von Barnekow-Schmidt, Sozialwart Florian Ziegler sowie der Ehrenrat in Person von Dieter Butka, Willi Dickel, Artur Koch, Günter Treude und Elisabeth Wetter genauso einstimmig in ihren Ämtern bestätigt werden konnten. Trotz der „jungen Mannschaft“ und des „ruhigen Fahrwassers“, wie es Norbert Heier mit Ausnahme der eingangs erwähnten Hallennutzungsgebühren formulierte, appellierte der alte und neue Vorsitzende auch in diesem Jahr wieder an alle Mitglieder, mutig zu sein und in irgendeiner Art und Weise
„Energie frei zum Wohle aller“ zu machen. Schließlich verschenke man in der Vereinsarbeit keine Zeit, sondern investiere diese, um zu zeigen, „wie schön Sport in der Gemeinschaft sein kann

 


Bildzeile: Vorsitzender Nobert Heier (hinten, 4. v. li.) und Elisabeth Wetter aus dem Ehrenrat gratulierten den langjährigen Vereinsmitgliedern des TSV Aue-Wingeshausen für ihre Treue. Foto: mst

 

Doppelte Ehrung für die Tischtennisspieler
Fast doppelt so viele Sportabzeichen an Erwachsene verliehen


mst Aue/Wingeshausen. Die Abteilung Tischtennis des TSV Aue-Wingeshausen stand am Freitagabend bei der Jahreshauptversammlung des Gesamtvereins (siehe gesonderter Bericht) gleich mehrfach im Fokus. Neben der zwischen den Abteilungen rotierenden Ausrichtung der Versammlung lag dies vor allem an der Ehrung der Sportler des Jahres. Zunächst galt die Aufmerksamkeit dabei einer Einzelperson, wobei Laudator Stefan Thamke angesichts des „funktionierenden Dorffunks“ gar nicht lange um den heißen Brei herumreden wollte. 1000 Meisterschaftsspiele im Seniorenbereich, auf diese „große Zahl“ könne Albert Beuter nun zurückblicken. Dabei sei der 1949 Geborene die ersten neun (Nachwuchs-)Jahre noch im TTC Aue-Wingeshausen aktiv gewesen und habe in 45 Jahren im Seniorenbereich bis zur Bezirksklasse alles mitgemacht. Informatiker Stefan Thamke hatte wohl ganz im Sinne des Bauingenieurs Beuter einfach mal eine kleine Rechnung aufgemacht, nach denen dieser mit seinen 1000 Spielen im Sinne einer Arbeitswoche ein gutes halbes Jahr an der Platte gestanden habe. Zusammen mit der Zeit, in der die Mannschaftskollegen während der Spiele im Einsatz waren, seinen bis heute ausgeübten Tätigkeiten im Sportausschuss des Tischtenniskreises und der Arbeit in der Abteilungsjugend komme er wohl locker auf zwei Jahre „Arbeitszeit“, so dass Thamke das Fazit leicht viel: „Viele, vielen, vielen, vielen Dank. Mach weiter so!“ Albert Beuter nutzte die Gelegenheit für einen Appell an den Nachwuchs des Vereins: „Betrachtet das so eben Beschriebene nicht als Selbstverständlichkeit! Euer Einsatz ist wichtig.“ Beschrieben hatte er zuvor die Sportstätten und deren „optimale Bedingungen“, die Beuter zuvor quer durch alle Abteilungen mit den Bedingungen aus seiner Jugendzeit und zahlreichen Standortwechseln zum Beispiel der Tischtennisakteure verglichen hatte. Wie erwähnt stammte auch die Mannschaft des Jahres beim TSV Aue-Wingeshausen 2015 aus dem Bereich Tischtennis. Carsten Dickel, Alfred Gleißner, Christoph Koch, Dirk Koch, Markus Schmidt, Stefan Thamke und Jens Wied konnten dem Verein eine weitere (ungeschlagene) Meisterschaft in der Kreisliga verschaffen, auf den möglichen Aufstieg in die Bezirksklasse wurde jedoch dieses Mal verzichtet. „Der größte Vereinserfolg der Geschichte der Abteilung Tischtennis“, wie es Rüdiger Miß in seiner Laudatio einordnete, sollte gleichwohl im Pokalwettbewerb der entsprechenden Spielklasse gelingen. Zunächst habe man Ende Februar auf Kreisebene Salchendorf in einem „Krimi“ trotz deren zahlreicher Fan-Unterstützung besiegt. Eine Woche später dann der Gewinn des Bezirkspokals gegen die Sieger der anderen Arnsberger Tischtenniskreise und somit die Qualifikation für den Verbandspokal in Refrath. Die erste und einzige Niederlage erfolgte dort Mitte April im Finale gegen die zweite Mannschaft des TTC DJK Hennef, so dass auch auf Ebene des Westdeutschen Tischtennisverbands noch ein „Vizetitel“ verbucht werden konnte. Die Verleihung des Deutschen Sportabzeichens bleibt auch nach dessen Reform ein wichtiger Bestandteil der Jahreshauptversammlung des TSV Aue-Wingeshausen. Das Erreichen neuer Rekordmarken ist dabei allerdings kaum mehr möglich, da die Abnahme für die Kinder und Jugendlichen mittlerweile zumeist schon in den Schulen erfolgt. Dafür konnte der Verein im Bereich der Erwachsenen eine mehr als beachtliche Steigerung von 28 auf 46 Personen verzeichnen. Das Spektrum reichte von zahlreichen „Neulingen“, darunter auch einigen Vorstandsmitgliedern, bis zur 38. Absolvierung durch Ursula Kluczynski. Auf die Einteilung in die neuen Leistungsstufen verzichtete der TSV Aue-Wingeshausen bei der Verleihung auch in diesem Jahr wieder bewusst. Zusätzlich zu den insgesamt 82 an jung bis alt verteilten Auszeichnungen konnte der neue Stadtsportverbandsvorsitzende Jens-Peter Nikpo noch acht Familiensportabzeichen überreichen.
Bildzeile: Nobert Heier (Mitte) freute sich zusammen mit Abteilungsleiter Hermann Miß und Laudator Rüdiger Miß (von links) über die erfolgreichen Tischtennisspieler in Person von Albert Beuter als Sportler des Jahres sowie Christoph Koch, Dirk Koch, Alfred Gleißner, Markus Schmidt und Stefan Thamke (von rechts) als Mannschaft des Jahres. Aus dieser fehlten Carsten Dickel und Jens Wied. Foto: mstDoppelte Ehrung für die Tischtennisspieler
 

 

 

Bildzeile: Nobert Heier (Mitte) freute sich zusammen mit Abteilungsleiter Hermann Miß und Laudator Rüdiger Miß (von links) über die erfolgreichen Tischtennisspieler in Person von Albert Beuter als Sportler des Jahres sowie Christoph Koch, Dirk Koch, Alfred Gleißner, Markus Schmidt und Stefan Thamke (von rechts) als Mannschaft des Jahres. Aus dieser fehlten Carsten Dickel und Jens Wied. Foto:mst (Bericht Siegener Zeitung 15.03.2015 mst)